Wir erinnern an Hugo Bork anlässlich seines 110. Geburtstages

 
 

Dieser Tage erinnern wir uns an Hugo Bork, der am 20. November 2017 seinen 110. Geburtstag gefeiert hätte.

 

Hier einige Stationen aus dem Leben von Hugo Bork:

Er wurde 1933 wegen Hochverrats gegen das Naziregime angeklagt, weil er SPD Flugblätter besessen hat. Vier Monate Haft musste er in Recklinghausen ertragen.

Hugo Bork lebte ab 1939 im heutigen Wolfsburg. Er hat den Aufbau dieser Stadt miterlebt, er hat in Baracken gehaust und unter Bedingungen gearbeitet, die wir uns heute nicht mehr vorstellen können.

Er musste am 15.02.1945 noch in den Krieg ziehen und kam in russische Gefangenschaft, aus der er aber bald krank entlassen wurde.

Er kehrte nach Wolfsburg zurück und arbeitete weiter bei Volkswagen am Band.

Als Bandarbeiter wurde er auch in den Betriebsrat gewählt und wurde 1952 Betriebsratsvorsitzender. Seinen Lohn als Bandarbeiter behielt Hugo auch als Betriebsratsvorsitzender und als Mitglied im Aufsichtsrat des Volkswagenwerkes.

Hugo Bork hat immer in Augenhöhe mit Heinrich Nordhoff und Kurt Lotz verhandelt, auch wenn seine Entlohnung nicht vergleichbar war.

Die Geschichte des Betriebsrates und der Gewerkschaftsarbeit bei VW ist untrennbar mit Hugo Bork verbunden. Sein Name stand für konstruktive Konfliktbewältigung - das bedeutet Gleichgewicht halten zwischen sozialen Forderungen und der Notwendigkeit betriebswirtschaftlichen Überlebens des VW-Werkes“ (Zitat aus dem Buch „Hugo Bork“ von Helmut Simson und Steffen Kirsch)

Als unser Oberbürgermeister von 1961 bis 1974 hat Hugo Bork unsere Stadt maßgeblich mitgestaltet.

Er wurde mit Verdienstkreuzen geehrt und war Ehrenbürger unserer Stadt.

Mitten in der neu gestalteten Fußgängerzone dieser Stadt hat Hugo Bork einen würdigen Platz gefunden, der nach ihm benannt wurde und so an ihn erinnert.

Die Erinnerung an Hugos soziale Einstellungen im Umgang mit anderen Menschen und seine persönliche Bescheidenheit im Umgang mit sich selbst, haben ihn zum Vorbild für uns alle gemacht.

 
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